Beitrag vom 06.01.2012
Vorübergehend kein Anschluss unter der Nummer des Jobcenters
CELLE. Joachim H. aus München war ganz schön sauer. Seit zwei Stunden versuchte er am Donnerstag schon seinen Ansprechpartner im Jobcenter Celle zu erreichen. Aber immer nur hörte er: „Sie haben die Telefonnummer des Jobcenters im Landkreis Celle gewählt. Zurzeit sind alle Serviceplätze belegt. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Vielen Dank für Ihren Anruf.“ Danach wurde er aus der Leitung geworfen.
Joachim H. aus München vermittelt in einer Celler Mietangelegenheit zwischen Mieter und Vermieter, die beide Leistungsempfänger nach dem SGB II sind. Da gibt es Irritationen, die mit dem Jobcenter in Celle zu regeln sind. Also suchte Joachim H. nun dringend telefonischen Kontakt. Joachim H.: „Der Bürger oder die Bürgerinnen haben ja noch nicht einmal die geringste Chance, eine Nachricht auf dem AB zu hinterlassen. Dieses Verhalten muss als "Volksverdummung" eingestuft werden.“ Zwischenzeitlich haben Gespräche zwischen dem Jobcenter und Joachim H. stattgefunden, und das Anliegen konnte geklärt werden.
Was aber war passiert? Nach Recherchen der Celler Presse gab es zu Jahresbeginn technische und organisatorische Änderungen in der Telefonie im zum 1. Oktober 2010 neu gegründeten Jobcenter im Landkreis Celle. Trotz akribischer Vorbereitung ergaben sich technische Probleme im Echtbetrieb, so dass es in den ersten drei Tagen zu Problemen bei der telefonischen Erreichbarkeit kam.
Die Forderung, Mitteilungen auf einem Anrufbeantworter hinterlassen zu können, lasse sich jedoch für ein Jobcenter nicht realisieren, da es sich um Anrufe hoher rechtlicher Bedeutung handele. Anrufe ließen sich dann häufig nicht zuordnen und das sei sehr problematisch, da es auch um Mitteilungen zum Beginn eines Arbeitsverhältnissen gehe und somit um termingerechten Auslauf der Leistungen. Die korrekte Zuordnung von Namen und Daten könne nur in einem persönlichen Gespräch gewährleistet werden.
Redaktion
Celler Presse