Beitrag vom 29.01.2012
Neuer Denkmalpfleger voraussichtlich ab 1. April
Nachfolger für Eckhard Rüsch gefunden
CELLE. 68 Bewerbungen waren im anonymisierten Bewerbungsverfahren bei der Stadt eingegangen, zwei Bewerber konnten sich vor dem Verwaltungsausschuss präsentieren, doch es kann nur einen geben. Zwei gleichwertige Bewerber, die sich sehr gut präsentiert haben, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende. Das Rennen machte Gisbert Knipscheer, der auf einschlägige Erfahrungen zurückblicken kann.
Diese Erfahrungen sind auch notwendig, geht es doch um die Sanierung der Altstadt in Verbindung mit dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz. Wie Knipscheer vor dem Ausschuss durchblicken ließ, herrsche der Wille zur Verständigung mit den sanierungswilligen Eigentümern vor. Dabei wolle er auf die Bedürfnisse anderer eingehen und sei auch bereit, ungewöhnliche Wege zu gehen, um bei Erhalt des Denkmals die vorgesehene Nutzung herbeizuführen; denn schließlich verfalle das Denkmal, wenn Nutzung nicht stattfinde. Diese Flexibilität hatte es offensichtlich mit dem Vorgänger Eckhard Rüsch nicht gegeben. Das Beharren auf Denkmalschutzauflagen habe häufig zu Problemen geführt.
Der 1962 in Duisburg geborene Gert Knipscheer hat 1990 sein Diplom Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin abgeschlossen und dort sogar noch 2011 den Master Denkmalpflege draufgelegt. Erfahrungen - auch mit Modernisierungsmaßnahmen - erwarb er bei verschiedenen Architekturbüros in Köln und Berlin. Dabei ist Denkmalpflege kein Fremdwort für ihn. Die Mitarbeit und federführende Projektbearbeitung für Neubau und Altbau, insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten gehörte ebenso zu seinem Metier wie die Planung von Wohnsiedlungen, Einzel-Wohnhäuser und Schulbauten. Ab 2011 war er als freischaffende Planer in Berlin tätig.
Als Dienstantritt in Celle ist der 1. April 2012 ins Auge gefasst.
Redaktion
Celler Presse