
CELLE. Helga Habekost von der Bürgerinitiative „Im-Interesse-Aller“ weist auf die öffentliche Auslegung der Projekte „B3 Ortsumgehung 3. Bauabschnitt“ und „Wasserrechtliche Bewilligung“ hin. Dabei macht sie auf mögliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Anwohner aufmerksam und ruft dazu auf, die Unterlagen im Celler Rathaus einzusehen. Hier ist der Aufruf im Wortlaut:
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„AKTUELLE, „öffentliche Auslegungen“ - Liebe Celler Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im Namen des Celler Vereins „Im Interesse Aller e.V.“ weise ich darauf hin, dass zwei gewichtige Entscheidungen demnächst anstehen, die alle Celler Bürger betreffen werden. Machen Sie von Ihrer Beteiligungsmöglichkeit Gebrauch an den Verfahren zur Ostumgehung und zur wasserrechtlichen Bewilligung höherer Wassermengen aus dem Celler Grundwasser-Reservoir (Wasserwerk Garßen). Ab 5. Januar 2012 (bis einschließlich 18.1.2012) liegt der „Planfeststellungs-Beschluss“ für den Aller-Querungs-Abschnitt (von Altencelle bis Altenhagen), dem 3.Bauabschnitt der OST-UMGEHUNG, im Celler Rathaus / Raum 363 zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Ab 9. Januar 2012 (bis einschließlich 23.1.2012) liegt dann die „Wasserrechtliche Bewilligung“ für die Erhöhung der jährlichen Trink-, Brauch- und Löschwasser-Entnahme-Mengen (von 6,02 Mio m3 auf 9,0 m3 !) im Celler Rathaus, Raum 176 zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Beide Verfahren werden für die zukünftige Lebensqualität der Bewohner unserer Stadt und des Landkreises große und eher nachteilige Auswirkungen haben und müssen sogar im Zusammenhang gesehen werden: 1. Die vergrößerte Trinkwassermenge wird benötigt – wie bekannt – insbesondere für den neuen Schlachthof in Wietze. In der Presse wurde darüber berichtet, dass unterdessen Hähnchen aus Dänemark nach Wietze transportiert werden… und auch darüber, dass der Rothkötter-Konzern Schwierigkeiten hat, die für den Schlachthof notwendige Anzahl von Vertragsmästern zu finden. Die Akzeptanz gegenüber der Massentierhaltung schwindet derzeit zugunsten des Tierschutz-Gedanken. 2. Die Celler Ostumgehung wird als Jahrhundert-Bauwerk von vielen Bürgern herbeigesehnt, o h n e jedoch zu wissen, dass die derzeitige Planung der Innenstadt kaum Entlastung bringen wird (in den Unterlagen nachlesbar) und z.B. die Altenceller Schneede weiterhin derart belastet sein wird, sodass Politiker kürzlich „Flüsterasphalt“ forderten. Wussten Sie, dass nach Angaben der Verkehrsplaner auf der zentralen Allerbrücke in der Innenstadt auch zukünftig mehr Verkehr fließen wird, als über die geplante Neubaustrecke? Noch immer haben viele Menschen - die von den negativen Auswirkungen der autobahn-ähnlichen Straße betroffen sein werden - überhaupt nicht bemerkt, mit welchen „Klimmzügen“ die Planungsbehörden seit März 2008 mehrfach die fehlerhaften Planungen durch Änderungen / Ergänzungen „gerichtsfest“ zu machen versuchten. Wenn man beide öffentlich ausliegenden Verfahren im Zusammenhang sieht, kommt man wohl kaum an einem „Raumordnungsverfahren“ für den Landkreis Celle herum. Sowohl das Verkehrsaufkommen zum (und vom) Wietzer Geflügel-Schlachthof, als auch die geänderten Verkehrsströme innerhalb der Stadt Celle müssen in einem neuen Raumordnungsverfahren abgearbeitet werden unter Berücksichtigung einer westlichen Alternative zur Ostumgehungs-Planung. Das Haupt-Verkehrsaufkommen im LK Celle liegt (von den Autobahnen A7 und A2 kommend) im Süden und Westen der Stadt Celle und d o r t wird eigentlich Abhilfe benötigt – nicht im Osten. Im Osten liegen die Naherholungsgebiete, Überschwemmungsgebiete und im Nord-Osten das nun vergrößerte Einzugsgebiet für unser Trinkwasser. M.Ea ist es nötig, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger - aber auch Fachleute - die Unterlagen beider Verfahren im Rathaus bzw. im Internet ansehen und sich ggf. fristgerecht (!) an die jeweiligen Planungsbehörden wenden. Helga Habekost - „Im-Interesse-Aller e.V.““ |